Der 32. Deutsche Präventionstag steht unter dem Schwerpunktthema „Vulnerabilität und Prävention“. Er widmet sich neben allen Themen der Prävention ganz umfassend der Frage, wo Prävention in Bezug auf unterschiedlichste besonders betroffene oder schutzbedürftige Gruppen derzeit steht, welche (auch strukturellen) Hürden abgebaut werden müssen und wie Prävention inklusiver, zugänglicher und wirksamer gestaltet werden kann.
Vulnerabilität beschreibt die grundsätzliche Verletzlichkeit des Menschen. Im heutigen Verständnis bezeichnet sie vor allem die besondere Schutzbedürftigkeit bestimmter Personen oder Gruppen, die aufgrund sozialer, gesundheitlicher oder gesellschaftlicher Benachteiligungen einem höheren Risiko ausgesetzt sind. Dazu zählen beispielsweise Menschen mit Fluchterfahrung, Behinderungen, Wohnungslose oder diskriminierte Gruppen.
Diese erhöhte Vulnerabilität ist meist nicht angeboren, sondern entsteht durch strukturelle und gesellschaftliche Bedingungen und hängt vom jeweiligen Kontext ab. Deshalb ist Vulnerabilität kein festes Persönlichkeitsmerkmal.
Prävention bedeutet, diese Benachteiligungen zu erkennen und abzubauen, Barrieren zu verringern und Schutz- sowie Unterstützungsangebote für alle zugänglich zu machen. Besonders in der Kriminalprävention sollen vulnerable Gruppen besser erreicht werden, da sie häufig größere Schwierigkeiten haben, Hilfe und Beratungsangebote in Anspruch zu nehmen. Ziel ist es, Präventionsmaßnahmen inklusiver, gerechter und wirksamer zu gestalten.
Mehr Informationen über die Veranstaltung folgen in Kürze auf der Webseite des Veranstalters.
Termin: 24. bis 25. Mai 2027
Ort: Hannover
Veranstalter: DPT – Deutscher Präventionstag